Best of Formel 1: Die Show
Kabel 1 | 19.05.2004 | 20:15 Uhr
Moderatoren: Thomas Anders, Peter Illmann, Ingolf Lück, Stefanie Tücking und Kai Böcking
Best of Formel Eins-Host Thomas Anders präsentiert in einer 90- minütigen Primetime-Show einige der beliebtesten Hits der 80er Jahre. Mit dabei sind natürlich die vier ehemaligen Formel Eins- Moderatoren Peter Illmann, Ingolf Lück, Stefanie Tücking und Kai Böcking.
In der Original-Schrottplatz-Kulisse der Kultmusiksendung werden nicht nur die kultigsten Videoclips der 80er Jahre gezeigt, sondern hochkarätige Künstler treten live on Stage auf u.a. darf man sich auf diese Top-Acts freuen:
Paul Young
Der am 17. Januar 1956 im britischen Luton geborene Paul Antony Young, gilt als
der erfolgreichste englische Sänger des Jahres 1985. Erste musikalische Gehversuche
machte er in der Gruppe Streetband, die 1979 zwei LPs hervorbrachte,
sich aber im selben Jahr noch trennte. Mit den Q-Tips fand er eine
neue Gruppe, die vor allem Dance, Funk und Rock spielte und aus der Young mit
seiner markant souligen Stimme herausstach. Vier Jahre später geht Pauls
Stern am Pophimmel auf: 1983 coverte er als Solist den Marvin Gaye Soul Klassiker
Wherever I lay my Hat (thats my Home) und landet damit in England
einen wochenlangen Nummer Eins-Hit. Diesen Erfolg führte er mit Come
back and stay diesseits und jenseits des Atlantiks fort.
Peter Schilling
Völlig losgelöst nahm der gebürtige Stuttgarter Peter
Schilling ab
1983 die europäischen Charts im Sturm. Obwohl er sich anfangs erst
entscheiden musste, ob er eine Karriere als Fußballprofi oder Sänger
bzw. Songschreiber einschlagen will, wurden Österreich, die Schweiz,
die Niederlande, England und natürlich Deutschland von seinem Hit
Major Tom geradezu überrollt. Sieben Wochen lang schwebte das
Raumschiff schwerelos auf Platz 1 der deutschen Charts. Es schaffte
sogar den Sprung in die amerikanischen Top Ten der Billboard
Charts, was nur wenigen deutschsprachigen Künstlern je gelang. Mit
Die Wüste lebt und Terra Titanic kann Schilling in
den Jahren
1983/1984 zwei weitere Hits für sich verbuchen, die ebenfalls die Top
Ten stürmen und inzwischen zu Klassikern geworden sind.
The Nits
Wir spielen jetzt ein sehr altes, traditionelles holländisches
Volkslied, über unsere berühmten Berge ... Mit diesen Worten leitet
Sänger Henk Hofstede von The Nits gern die Nummer ein, die
seiner Band hierzulande ihren größten Erfolg beschert hat. Das
niederländische Quartett hat 1987 mit In the Dutch Mountains
so
einige Touristen in die Irre geführt ... und wird es auch bei Best
of
Formel Eins wieder tun. Die Läuse-Eier (so die deutsche
Übersetzung des Bandnamens) wurde 1974 von Henk Hofstede und
Alex Roelofs gegründet
Münchner Freiheit
Sänger und Komponist Stefan Zauner gründete 1981 mit Aron Strobel,
Rennie Hatzke, Michael Kunzi und Alexander Grünwald die
Münchner Freiheit. Mit flotten Hits und ruhigeren Balladen gelang
dem Schwabinger Quintett eine beachtliche Reihe von Hits und der
Durchbruch zur erfolgreichsten deutschen Formation der 80er und
90er Jahre. 1985 befreite die Münchner Freiheit das deutsche
Publikum mit ihrem Ohrwurm Ohne Dich (schlaf ich heut nacht nicht
ein ...) von der Pop-Inflation und legte sich selbst damit den
Grundstein für eine millionenschwere Karriere: mit mehrfach Gold
(u.a. die Goldene Stimmgabel) und einem Dauerplatz in den
Hitparaden. Fünf ihrer Titel hielten sich insgesamt 42 Wochen lang in
den Top 20 der deutschen Charts, der Hit Ohne Dich, den sie bei
Best of Formel Eins Die Show singen werden, allein 12 Wochen.
Anne Clark
Seit ihrem Debüt mit The Sitting Room (1982) gilt Anne Clark
als
Speerspitze der Fusion aus Pop, Poetry, Elektronik und Avantgarde
mit einem Faible für Poesie, für Musik und für den neuesten Trend.
Bis heute hat die am 14. Mai 1960 in London Geborene, die sich im
Februar 1981 im Vorprogramm von Depeche Mode erstmals in die
Öffentlichkeit wagte, ihren Stellenwert als kultigste Künstlerin der
Elektro-Szene behalten. 1983 landete sie mit Sleeper in Metropolis
und 1984 mit Our Darkness in den Charts. Seitdem war Anne Clark
mit jeder weiteren Veröffentlichung in den Hitlisten zu finden, obwohl
ich dort, wie sie in einem Interview anmerkte, eigentlich nicht
hingehöre. Ich mache sehr intimes, sperriges Zeug. Das ist nicht
unbedingt das Futter für die Massen. Auf der Bühne wird sie den
Massen bei Best of Formel Eins Die Show ihren Hit Our
Darkness vorstellen, mit dem sie auch 1997 noch einmal groß
heraus kam.
Scorpions
Die deutsche Erfolgsband Scorpions wurde bereits in den 60er
Jahren von Rudolf Schenker gegründet. Nach mehreren Wechseln
kam es 1978 zur ersten langjährig konstanten Besetzung: Matthias
Jabs, Francis Buchholz und Hermann Rarebell ergänzten Rudolf
Schencker und Klaus Meine zu der Formation, die es in den folgenden
15 Jahren zu einer der erfolgreichsten Hard Rock-Bands der Welt
brachte. Vier ihrer Titel beherrschten insgesamt 50 Wochen lang die
Top 20 der deutschen Charts: Still loving you stieg am 6. Dezember
1984 in die Hitlisten ein und hielt sich vier Wochen lang unter den
ersten 20 Plätzen. Mit Wind of Change schlugen die Scorpions
1991 allerdings sämtliche Rekorde: In insgesamt 11 Ländern belegte
der Song mit dem gepfiffenen Intro den Spitzenplatz der Hitlisten. 31
Wochen lang in Folge war er in den deutschen Top 20 und ist damit
der unangefochtene Sieger der ewigen Top 500 in den deutschen
Charts der Jahre 1980 bis 2000 ... Bei Best of Formel Eins Die
Show werden die Scorpions ihre Hardrock-Hymne Rock you
like a
Hurricane präsentieren, mit der sie bereits bei Formel Eins
aufgetreten sind.
Richard Sanderson
Er hatte nur ein einziges Mal einen Hit und den in Deutschland: In
der Kinokomödie La Boum (1980) war Richard Sanderson mit
Reality zu hören. Dieses Liedchen flutschte direkt in die kleinen
Herzchen der Teenies, kam 1982 in Deutschland in die Top 20 und
wurde in insgesamt 15 Ländern ein Nummer 1-Hit. 1987, als La
Boum im deutschen Fernsehen wiederholt wurde, tummelte sich
Reality noch einmal ein Vierteljahr in den deutschen Charts
allein
vier Wochen lang auf Platz 1. Das blieb aber auch der einzige Erfolg
von Richard Sanderson ...
Londonbeat
Einen guten Riecher bewies Dave Stewart, die männliche Hälfte des
Popduos Eurythmics, als er 1988 die vier Herren Jimmy Chambers,
Jimmy Helms, George Chandler und William Henshall auf seinem
Anxious-Label unter Vertrag nahm. Bereits 1990 schaffte es das
Quartett unter dem Bandnamen Londonbeat mit ihrem ersten Hit
Ive been thinking about you weltweit an die Spitze der Charts.
Bis
zu ihrer Auflösung im Jahr 1995 veröffentlichte Londonbeat
zwei
weitere Top-Hits: A better Love" und You bring on the Sun"
wurden
Anfang der 90er Jahre in jeder Disco weltweit gespielt. 2003 erschien
Londonbeat in neuer Besetzung Gründungsmitglieder Jimmy Helms
und Jimmy Chandler engagierten Myles Kayne und den Düsseldorfer
Marc Goldschmitz wieder auf der Bildfläche. Der Titel ihres Albums
Back In The Hi-Life deutet an, wo sich Londonbeat am liebsten
wieder sehen würde: an der Spitze ...
Howard Jones
Der am 23. Februar 1955 in Southampton, England, geborene Howard
Jones begann ein klassisches Piano-Studium und kam per Zufall auf
die Idee, zwei Synthesizer miteinander zu kombinieren. Er erkannte
schnell die Chance, die in der neuen Technologie steckte (Musik
unabhängig von einer Band zu produzieren und aufzuführen), und
begann Anfang der 80er Jahre, in kleinen Bars und Kneipen
aufzutreten. Im Oktober 1983 erschien seine erste Single New
Song", stieg sofort in die britischen Charts ein und kletterte bis auf
Platz drei. Howard wurde für ein talentiertes One Hit-Wonder
gehalten, aber im Januar 1984 sollte ihm ein noch größerer Wurf
gelingen: What is Love schafft es bis auf Platz zwei der britischen
Charts. Kreuz und quer durch Europa lief der Song im Radio rauf und
runter ...
Sam Brown
Die britische Rockröhre Sam Brown (geboren am 07.10.1964 in
Stratford) ist eine der faszinierendsten und außergewöhnlichsten
Sängerinnen, die das Musikgeschäft zu bieten hat. Mit Stop
stellt
sie bei Best of Formel Eins Die Show ihren weltweiten Millionenhit
aus den 80er Jahren vor, der sich allein in Deutschland 11 Wochen
lang in den Top 20 der Charts hielt. Brown veröffentlichte mehrere
Soloalben, und beteiligte sich aber auch an hochkarätigen
Gemeinschaftsprojekten, u.a. mit George Harrison und Pink Floyd.
Kajagoogoo
Der als Chris Hamill geborene Limahl verließ bereits 1976 mit 18
Jahren seine Heimatstadt Wigan, Lancashire, um in London Musiker
zu werden. 1980 veröffentlichte er noch unter seinem bürgerlichen
Namen seine erste Single Its Christmas bevor er als Leadsänger
der Band Kajagoogoo zum Teenie-Star avancierte. 1982 feierte die
80er-Kultband mit Too shy" den größten Erfolg in der
Bandgeschichte: Der weltweite Nummer 1-Hit verkaufte sich über
vier Millionen Mal. Nach der Trennung von Kajagoogoo aufgrund
von Meinungsverschiedenheiten im Jahr 1983 veröffentlichte Limahl
als Solokünstler die Single Only For Love und produzierte bereits
ein Jahr später mit Never Ending Story, der Titelmusik zu Die
unendliche Geschichte (1984), seine erfolgreichste Single. 1985
versuchte sich Limahl der auch als Produzent Musikern wie Kim
Wilde zu Ruhm und Erfolg verhalf auch als Schauspieler: In der
deutschen Produktion Der Formel Eins Film" (1985) verkörperte
er
sich selbst ...
ABC
Die Gruppe ABC wurde 1980 in der englischen Stahlstadt Sheffield
von Sänger Martin Fry und dem Gitarristen Mark White gegründet.
Dieses Duo bestimmte in den folgenden Jahren Sound und Stil der
gesamten Band. Wie kaum eine andere hat diese Band den Britpop-
Synthie-Sound der 80er und 90er Jahre nachhaltig geprägt und
beeinflusst. Ihre Bandbreite reicht dabei von groovigen Uptempo-
Tunes bis zu romantisch und stilvoll arrangierten Pop-Balladen. Mit
ihrer erfolgreichsten Single The Look of Love (aus dem Album The
Lexicon of Love, 1982) feierte ABC weltweiten Erfolg. Martin Fry (am
09.03.1958 in Manchester geboren), der Kopf des populären Duos,
wird diesen Song bei Best of Formel Eins Die Show live auf
der
Bühne singen.
Best of Formel Eins Die Show ist eine Koproduktion von Entertainment Factory und Bavaria Entertainment im Auftrag von Kabel 1 und wird unter der Regie von Pit Weyrich am 21. April 2004 in den Bavaria Studios, Unterföhring, aufgezeichnet.